Liberman zu Kompromiss bei Wehrpflicht bereit, um Regierung ohne Netanjahu zu bilden
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Der Vorsitzende von Israel Beitenu, Avigdor Liberman, erklärte am 6. November, er sei im Rahmen der Bemühungen um eine Regierung ohne Benjamin Netanjahu zu einem Kompromiss beim Wehrpflichtgesetz bereit. In einer öffentlichen Erklärung sagte er, die Wahlergebnisse verlangten von den politischen Spitzen, ihre Ansätze zu überdenken und schwierige Entscheidungen zu akzeptieren. Flexibilität bei der Wehrpflicht stellte er als Teil dieser Haltung dar, ohne eine vereinbarte Koalitionslösung bekannt zu geben. Liberman sagte: „In allen anderen Fragen können und sollten wir Flexibilität zeigen, Kompromisse eingehen und verstehen, dass die Forderung nach allem das Risiko birgt, nichts zu bekommen.“ Er zählte das Wehrpflichtgesetz ausdrücklich zu diesen Fragen. Kompromisse seien schmerzhaft, erklärte er, doch Israels nationale Interessen müssten Vorrang haben. Er bekräftigte drei Bedingungen, die er nach eigenen Angaben bei einer Presseunterrichtung am Montag dargelegt hatte: Netanjahus Amtszeit zu beenden, eine weitere Wahl zu vermeiden und jede Regierung abzulehnen, die direkt oder indirekt von den Stimmen der Gemeinsamen Liste oder Ra'am abhängig wäre. Diese Ablehnung umfasse auch eine Minderheitsregierung, die von diesen Parteien außerhalb der Koalition unterstützt würde. Israel Beitenu werde gegen eine solche Regierung stimmen, sagte er. Liberman bestritt außerdem, mit irgendjemandem über einen Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten gesprochen zu haben. Wer die Regierung bilde, müsse die Befugnis haben, sie eine volle Amtszeit lang zu führen; eine Rotation schade ihrer Leitung. Er rief dazu auf, eine Koalition mit 61 Mitgliedern ohne die Gemeinsame Liste und Ra'am zu bilden, und meinte, drei oder vier Likud-Abgeordnete könnten sich ihr später anschließen. Diese Möglichkeit war seine Einschätzung und keine angekündigte Zusage von Likud-Mitgliedern.