Spanien bestätigt Einbestellung des marokkanischen Botschafters wegen Ceuta-Äußerungen

Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte vor dem spanischen Kongress, das Außenministerium habe den marokkanischen Botschafter am 21. August wegen Äußerungen zweier marokkanischer Minister zu Souveränitätsansprüchen auf Ceuta und Melilla einbestellt. Spanien habe keine stichhaltigen Belege dafür, dass die marokkanischen Behörden den massenhaften Grenzübertritt nach Ceuta geplant oder ausgeführt hätten, sagte Sánchez. Marokkanische Gendarmen hätten jedoch am 30. Juli Grenzübertritte zugelassen, bevor sie die Kontrolle wiedererlangten. Die Nachrichtendienste prüften, ob das anfängliche Versagen auf Unfähigkeit oder bewusstes Nichtstun zurückzuführen sei; die entsprechenden Berichte würden veröffentlicht. Sánchez kündigte zudem strengere Grenzkontrollen, eine feste Seesperre und binnen zwei Wochen Unterkünfte für weitere 1.500 Migranten an.